Seite auswählen

„Immer schneller, immer mehr, immer weiter!“ Unter gesteigertem Einsatz, hohem Leistungsanspruch und starkem innerem Druck verausgaben sich heutzutage viele Menschen weit über die eigenen Belastungsgrenzen hinaus. Was in bestimmten Lebensphasen und unter besonderen Herausforderungen funktioniert und auch sehr häufig zu positiver Resonanz aus dem Umfeld und Erfolgen im Beruf führt, lässt Betroffene auf Dauer immer mehr erschöpfen und ausbrennen. Oftmals entsteht dann das Gefühl, Aufgaben und Anforderungen des Lebens nicht mehr gewachsen zu sein, den Alltag kaum noch bewältigen zu können und nicht mehr ausreichend zu sein. Zusätzlich treten häufig emotionale Leere und Verflachung, psychosomatische Reaktionen, Gefühle reduzierter Motivation und Effektivität und ein reduziertes Engagement gegenüber Mitmenschen und Beruf auf.

 

Die Ursachen für Erschöpfungs-, Burn-Out-Syndrome und stressinduzierte Erkrankungen sind zwar vielfältig und immer individuell zu sehen, als wesentlich gelten hier jedoch chronischer Stress, eine mit dem Alter physiologisch abnehmende (psychische) Belastbarkeit sowie eine gleichbleibende oder sogar steigende seelische Arbeitsbelastung über die Lebensspanne hinweg.

 

Erfreulicherweise gibt es inzwischen viele Präventionsmaßnahmen und Hilfsmöglichkeiten für Betroffene. Auch eine psychosomatisch-psychotherapeutische Behandlung kann bei entsprechender Ausprägung und Belastung notwendig werden. Dabei sollten Ursachen und Auslöser ergründet und in die Behandlung einbezogen, Frühwarnzeichen von Psyche und Körper erarbeitet und vorhandene Belastungs- und Problemfelder effektiv bearbeitet werden, damit eine tragfähige Stabilisierung des Zustands und dauerhafte positive Veränderungen im Leben der Betroffenen möglich werden.