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„Es geht darum, dem Patienten in seiner Wahrnehmung der Welt zu begegnen“ – Naomi Feil

Das Krankheitsbild Demenz ist ein wichtiges Thema in einer Zeit, in der durch das immer höher werdende Lebensalter immer mehr Menschen an Demenz erkranken. Die kognitiven Beeinträchtigungen werden gewöhnlich von Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation begleitet.

Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

 Die Gemeinnützige Krankenhausgesellschaft des Landkreises Bamberg setzt bereits in der ersten Anlaufstelle, der Zentralen Notaufnahme, Impulse für eine hochwertige demenzsensible sowie geriatrische Versorgung. Dafür finden für das Team um Ärztlichen Leiter Marc Nettelmann spezielle Settings statt. In Zusammenarbeit erarbeiteten pflegerische Leitung Liane Heidenreich, Ilona Egner, Franziska Lochmann und Eva Weidmann eine Präsentation, welche die Grundfragen wie „Was ist Demenz?“, „Welche Formen der Demenz gibt es?“ und „Was können wir für unsere Patient*innen tun, damit sie sich in unserer Aufnahme wohlfühlen und medizinisch und pflegerisch gut versorgt werden?“ klärt und wissenswerte Fakten über geriatrische Patient*innen, die Gesprächsführung und Schmerzerkennung beinhaltet. Im Anschluss an den theoretischen Teil finden praktische Übungen statt, die viele aufschlussreiche Hilfestellungen geben.

Dieter Höger, Chefarzt der Geriatrie an der Juraklinik Scheßlitz rundet die Schulung mit seinem umfangreichen medizinischen Wissen und der langjährigen Erfahrung ab und zeigt sich begeistert über die Motivation der Mitarbeiterinnen der Zentralen Notaufnahme.

Neben den medizinischen sowie pflegerelevanten Inhalten werden auch ethische Faktoren wie beispielsweise die Wahrung der Selbstbestimmtheit aufgenommen.

Profit der Patientinnen und Patienten

 Die Etablierung von Mitarbeiterschulungen fördert in vielerlei Hinsicht den interdisziplinären Austausch und bietet Möglichkeiten, das theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen. So integrierte Liane Heidenreich eine Demenzkiste, welche unter anderem ein Quiz zu altdeutschen Sprichwörtern, bekannte Sehenswürdigkeiten der Region, Smiley-Symbole zur Angabe der Schmerzempfindung sowie Knetbälle zur Beschäftigung enthält. „Es geht darum, für die Erkrankten auch in unserer Klinik ein Umfeld zu schaffen, in dem sie sich sicher und gut aufgehoben fühlen“, sind sich Liane Heidenreich und Ärztlicher Leiter Marc Nettelmann einig. Die beiden engagierten Führungskräfte setzen kontinuierlich neue Ziele, um die Weiterentwicklung der Abteilung stets voranzutreiben.

Mit dem umfassenden Know-How der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über die besondere Vulnerabilität von alten, möglicherweise kognitiv beeinträchtigten Menschen in der Zentralen Notaufnahme, unterstreicht die Gemeinnützige Krankenhausgesellschaft des Landkreises Bamberg das Ziel, allen Patientinnen und Patienten die bestmögliche medizinische, pflegerische als auch menschliche Versorgung anzubieten.